Was ist CAII?

Das Community Assistance incarceration program = Programm für sozialen Strafdienst.

Das Banishment Programm der Gemeinde Eudemonia führte zu neuen Ansätzen in der Kriminologie. Zum ersten mal konnte die Gesellschaft vor Straftätern geschützt werden, ohne diese Täter in Gefängnissen zu verwahren oder sie ständig durch geschulte Aufseher zu überwachen. Stattdessen wurden die Straftäter durch die Anwendung moderner Technologie von der Gesellschaft isoliert. Dies erlaubt einen Strafvollzug, der die Gesellschaft nur minimal finanziell belastet.
Dazu werden die Straftäter in einen Anzug versiegelt, der sie vollkommen kontrolliert. Der Anzug besteht aus einer latexähnlichen Substanz, die dank moderner Nanotechnologie nahezu unzerstörbar ist, sich dem Körper perfekt anpasst und sich sogar selbst reparieren kann. Der wesentlichste Bestandteil ist jedoch ein Helm, der alle Sinneseindrücke filtert und kontrolliert und der direkt durch ein Implantat mit dem Gehirn verbunden ist. Der Bane sieht und hört nur, was der Helm ihm erlaubt und kann sich auch nur durch die Kontrollelektronik des Helms verständigen. Wenn er gegen die Regeln seines Strafvollzugs verstößt, wird er durch die Überwachungselektronik korrigiert und bestraft.

Dabei war beabsichtigt, dem Straftäter durch die Isolation die Möglichkeit zu geben, über seine Verfehlungen nachzudenken und wieder ein nützliches Mitglied der Gesellschaft zu werden, an der er sich verging. Leider scheint es jedoch, als würde dieser erhoffte Effekt nicht eintreten. Täter, die einige Monate in der Isolation ihres Strafanzugs leben, scheinen von ihm abhängig zu werden. Wird solche ein Abhängiger aus seinem Strafanzug befreit, wird er schnell depressiv, was sich bis zu einer Art von Lähmung steigern kann. Die Ursache dieses Phänomens ist noch unbekannt und wird mit hoher Intensität erforscht.

Unter diesen Umständen wurde beschlossen, eine veränderte Methode zu erproben. Es wird angenommen, dass die extreme Isolation der Banes für das Abhängigkeits-Syndrom verantwortlich ist. Ähnliches wird auch bei Kriminellen beobachtet, die längere Zeit in Einzelhaft gehalten werden, was zu beängstigenden psychologischen Veränderungen führen kann. Gleichzeitig wird vermutet, dass nützliche Tätigkeiten dem Straftäter bei der Rehabilitierung helfen können. Auf dieser Basis wurde das Programm für Sozialen Strafdienst gegründet und die Community Assistance Incarceration, Inc. (CAII) mit der Ausführung betraut.

Was ist Community Assistance incarceration?

Im Community Assistance (CA) incarceration program/ Programm für sozialen Strafdienst, werden, wie beim Banishment Programm, die Straftäter in einem undurchdringlichen und nahezu unzerstörbaren, hautengen Latexanzug versiegelt. Dieser ist mit einem Wächter ausgestattet, einem Implantat im Gehirn, das den Vollzug und das Verhalten des Delinquenten überwacht. Wie Banes können auch CA-Sträflinge (Die im allgemeinen CA Sklaven genannt werden, aus Gründen, die im folgenden erklärt werden) weder essen, trinken, ihre Ausscheidungen kontrollieren, schmecken oder riechen und es ist ihnen unmöglich, aus dem Anzug heraus zu kommen.

Hier enden jedoch die Gemeinsamkeiten. Anders als Banes verliert ein CA Sklave nur zwei seiner Rechte: Er darf seinen Anzug nicht verändern oder ablegen und er darf keinen Auftrag oder Befehl ablehnen, sofern er dabei körperlich unversehrt bleibt und kein Eigentum verliert. Abgesehen von diesen Einschränkungen ist er tatsächlich ein Sklave. Um seine Strafe zu erfüllen, muss der Sklave nicht nur jeden Befehl ausführen, sondern er hat dies auch gutwillig und ohne Vorbehalte zu tun.

Wie bei Banes, überwacht die Kontrollelektronik seine Gedanken und Handlungen. Aufgrund des weitaus einfacheren Regelwerks ist dies jedoch mit sehr viel weniger Aufwand möglich. Die automatische Überwachung eines CA Sklaven ist wesentlich einfacher und es wird angenommen, dass praktisch keine Probleme auftreten können. Der Wächter zeichnet auch alle Befehle und die Ausführung durch den CA Sklaven auf; dadurch ist es sowohl möglich, alle Verfehlungen des Sklaven durch Verlängerung seiner Strafzeit zu ahnden, als auch verbotene Befehle und deren Urheber festzustellen. Wird einem CA Sklaven befohlen, etwas zu tun, was gegen ein Gesetz verstößt, macht sich der Urheber strafbar und wird selbst mit der Versklavung im CA Programm bestraft, wobei eine Mindeststrafdauer von einem Jahr zusätzlich zur gewöhnlichen Bestrafung für das begangene Delikt ausgesprochen wird.

Die Überwachungselektronik hat auch eine Steuerung, die es jedem Bürger erlaubt, die direkte Kontrolle über den Sklaven zu übernehmen. Sie wird durch Klicken des Halsreifs aktiviert. Auf gleiche Art kann eine Fernsteuerung erhalten werden, die wesentlich leichter bedienbar ist.
Der Sklave kann bis zu einem Grad gesteuert werden, dass selbst seine Bewegungen kontrolliert werden oder er dazu gezwungen ist, alles zu sagen, was von ihm verlangt wird.

Anstatt ihn auszugrenzen, soll der CA Sklave ein Teil der Gesellschaft sein. Er muss keine der Einschränkungen auf sich nehmen, denen Banes unterliegen. Er kann frei sprechen und kommunizieren (obwohl die Überwachungselektronik seine Stimme verändert), sich frei bewegen, und auch alles andere unternehmen, so lange er jeden zulässigen Befehl ausführt. Sein Strafanzug erlaubt ihm sogar sexuelle Aktivitäten, falls er dazu aufgefordert wird. Er muss auch solche Befehle erfüllen, soweit sie ansonsten den obengenannten Regeln entsprechen und sofern er körperlich dazu in der Lage ist (Beispielsweise ist es ihm aufgrund des versiegelten, starren Helms nicht möglich orale sexuelle Spielarten auszuführen)

Der Anzug eines CA Sklaven ist auffällig sichtbar und leicht zu identifizieren. Er soll anwesende Bürger auf den Sklaven aufmerksam machen und es dadurch vereinfachen, ihn zu Dienstleistungen heran zu ziehen. Der Anzug ist auch technisch fortschrittlicher als der Bane-Anzug. Er ist mit Nanomaschinen ausgestattet, die den Körper des Sklaven darin sauber halten und alle Flüssigkeiten absorbieren, die er ausscheidet. Er benötigt zur Wartung der Körperfunktionen auch keine separate Einheit im Enddarm des Sklaven, da die Nanomaschinen alle Abfallprodukte recyclen. Die Nährstoffversorgung und Abfallbeseitigung ist statt dessen in den Stiefeln des Sklaven integriert, die daneben natürlich auch seine Füße ausgezeichnet schützen.

Der Anzug ist zusätzlich mit einer neuronalen Schaltung ausgestattet. Ein Schalter unterhalb des Nabels erlaubt es, den Sklaven zu deaktivieren. Im deaktivierten Zustand kann er weder sprechen noch sich bewegen und sein Sehvermögen ist stark eingeschränkt. Er kann jedoch immer noch hören und Berührungen spüren. Kontrollleuchten auf verschiedenen Teilen des Körpers zeigen an, ob der Sklave aktiv oder deaktiviert ist.

Ein CA Sklave hat während seiner Strafzeit keinen Namen mehr. Er darf nur auf Gespräche eingehen, wenn er mit dieser Nummer angesprochen wird. Diese Nummern reichen von CA-01 bis CA-99 und sind während seines Strafvollzugs einem bestimmten Sklaven zugeordnet

Abgesehen von Unterschieden in der Größe und Figur, sowie eines etwas unterschiedlichem Design des Anzugs für männliche oder weibliche Sklaven, scheinen CA Sklaven identisch auszusehen. Sie können nur durch die zugewiesene Nummer zuverlässig unterschieden zu werden. Diese ist auf dem Anzug vorn und hinten auf der Brust angebracht und wird auch bei der elektronisch umgewandelten Stimme zur Erkennung eingesetzt.

Bei jedem CA Sklaven ist im rechten Handschuh ein Knopf integriert. Dieser Knopf erzwingt durch seine Schaltung unabhängig vom Wächter die Unversehrtheit des Anzugs und steuert die Strafdauer. Bei Verstößen des Sklaven wird diese Steuerung mit der neuen, verlängerten Strafzeit programmiert. Jeder Versuch, diese Steuerung zu entfernen, ist ein Verstoß gegen die Vollzugsregeln, der mit der doppelten normalen Strafverlängerung geahndet wird.

Abschließend ist zu erwähnen, dass jeder CA Sklave am rechten Oberschenkel einen Projektor mitführt, der bei Berührung jedem Bürger Informationen über das CA Programm und die Straftat sowie die speziellen Limits des Sklaven übermittelt.

Welche Regeln gelten für Verurteilungen und die Ahndung von Regelverletzungen?

CAII bestimmt nicht die Strafdauer des Sklaven. Dies ist ausschließlich den Justizbehörden vorbehalten.

Für Regelverletzungen werden folgende Strafverlängerungen angewendet:

  • Bei Basisstrafen von weniger als 2 Monaten: Ein Tag für jede Woche der Basisstrafe.
  • Bei Basisstrafen von 2 Monaten bis einem Jahr: Eine Woche für jeweils 2 Monate der Basisstrafe.
  • Bei Basisstrafen von mehr als einem Jahr: Ein Monat für jedes Jahr der Basisstrafe.

Jede Regelverletzung führt zu einer Verlängerung der Strafzeit nach obigen Regeln. Nach mehr als 5 Regelverstößen verdoppelt sich die zusätzliche Strafzeit, nach dem zehnten Verstoß verdreifacht sie sich; nach dem 25igsten verfünffacht sie sich und beträgt nicht weniger als ein Jahr.

Ein CA Sklave kann selbst beantragen, dass seine Strafzeit um eine beliebige Zeit verlängert wird, ohne dies begründen zu müssen. Es kann ihm befohlen werden, solch einen Antrag zu stellen, sofern die Bedingungen seiner Verurteilung es ihm nicht erlauben, solch einen Befehl abzulehnen. Es wird davon ausgegangen, dass bei jeder Verurteilung zu einer Strafzeit von weniger als einem Monat solch ein Befehl erteilt werden kann. Dem Sklaven kann höchstens befohlen werden, dass er eine Verlängerung seiner Strafzeit bis zur Hälfte der Basiszeit beantragt und er darf es ablehnen, einen solchen Befehl mehr als einmal anzunehmen, falls er von der gleichen Person gegeben wird. Diese beantragten Strafverlängerungen sind unabhängig von Strafverlängerungen aufgrund von Regelverstößen.

Was verbirgt sich hinter Community Assistance Incarceration, Inc.?

Community Assistance Incarceration, Inc. Ist eine Privatunternehmen, welches gegründet wurde, um das Programm für sozialen Strafdienst zu entwickeln und anzuwenden. Innerhalb dieser Zielsetzung wird kontinuierliche Forschung sowohl am Programm als auch an den Sklaven selbst betrieben.

Die Eigentümerin der Firma war davon überzeugt, dass sie niemanden Bedingungen unterwerfen könne, die sie nicht auch selbst auf sich nehmen würde. Sie ist daher als CA-00 selbst Teil des Programms und ihr Name wurde in CAII Wonder geändert. Sie ist auf Lebenszeit in einen Strafanzug eingeschlossen.
Sie nimmt persönlich die Einschließung neuer CA Sklaven sowie die Installation der Wächter-Elektronik vor. Davon abgesehen, dass sie Befehle verweigern kann, welche die Integrität des CA-Programms schädigen könnten oder welche sie daran hindern würden, ihre Pflichten im Dienst des Programms zu erfüllen, unterliegt sie den selben Bestimmungen wie jeder andere CA Sklave auch.